Flexwork: Immer mehr Hochqualifizierte arbeiten temporär

Eine neue swissstaffing-Studie zeigt: Immer mehr Hochqualifizierte entscheiden sich bewusst für ein temporäres Arbeitsverhältnis. Dieses bietet ihnen Flexibilität und soziale Absicherung. Bei Unternehmen, die vermehrt projektbezogen agieren, sind hochqualifizierte «Flexworker» gefragt: Sie füllen durch den Fachkräftemangel entstandene Lücken und bringen Spezialistenwissen ins Unternehmen. Die Einsatzbetriebe schätzen ihre Professionalität, Agilität und Flexibilität. Temporärarbeit im hochqualifizierten Segment ist heute zwar noch ein kleiner, exklusiver Markt, hat aber starkes Wachstumspotenzial.

Für die swissstaffing-Trendstudie «Flexwork – immer mehr Hochqualifizierte arbeiten temporär» befragte das Institut «gfs-zürich» 603 hochqualifizierte Temporärarbeitende online nach Ihren Motiven und Erfahrungen in der Temporärarbeit. Ergänzend dazu führte swissstaffing persönliche Gespräche mit hochqualifizierten Flexworkern und Einsatzbetrieben.

Flexibel, selbstbestimmt und sozial abgesichert

Die Hauptmotive von Hochqualifizierten temporär zu arbeiten, sind Flexibilität, Arbeitsmarktintegration und soziale Absicherung. Hochqualifizierte Flexworker nutzen diese Flexibilität und Selbstbestimmung hinsichtlich Arbeitszeit und Pensum. So äussert Pflegefachfrau und Flexworkerin Angelique V., dass sie selbst bestimme, wieviel sie arbeite und dass sie sich zwischendurch bei Bedarf auch einige Wochen Auszeit gönne. IT-Spezialist Simon A. schätzt die Abwechslung, weil er als Flexworker das Unternehmen kurzfristig wechseln oder auch mehrere Aufträge gleichzeitig annehmen kann.

Beispiel für die Vorteile einer aktiven Platzierung von Fachkräften ist Gajan B., der als Regulatory Process Implementation Manager in einem Pharma-Unternehmen tätig ist. Er schätzt an Flexwork, dass er über den Personaldienstleister nahtlos beschäftigt wird, ohne sich selbst um den nächsten Einsatz kümmern zu müssen. Sein Personaldienstleister plant zudem frühzeitig mögliche Verlängerungsoptionen und sucht neue Joboptionen, wenn ein Einsatz endet.

Die diplomierte Sozialversicherungsfachfrau Corinne B. bietet als Freelancerin verschiedenen Unternehmen ihr Expertenwissen an. Für Flexworker wie sie ist die Temporärarbeit eine optimale Alternative zur Selbständigkeit, da sie nicht der Gefahr ausgesetzt ist, als scheinselbständig zu gelten. Zudem ist sie als Temporärarbeitende Unfall-, KTG- und BVG-versichert und könnte notfalls Arbeitslosengelder beantragen, sollte sich ihre Auftragslage drastisch verschlechtern.

Hochqualifizierte Flexworker sind Spezialisten und nutzen ihre Flexibilität, um im Arbeitsmarkt zu wirken, wo ihr Fachwissen am dringendsten gefragt ist. Ein Blick auf ihre Einsatzbranche zeigt, dass Hochqualifizierte am häufigsten im Pharmabereich, in der IT, bei Banken und Versicherungen sowie im Gesundheitsbereich arbeiten. Damit verringern sie den Fachkräftemangel gezielt.

Unternehmen erhalten Expertenwissen und schnell Fachkräfte

Für Unternehmen eignet sich der Einsatz von hochqualifizierten Flexworkern in folgenden Situationen:

  • Es besteht ein akuter Personalbedarf
  • Expertenwissen fehlt im Unternehmen
  • Das Unternehmen agiert projektbezogen
  • Zur Überbrückung einer Vakanz

Ein Beispiel für akuten Personalbedarf seitens Einsatzbetrieb schildert Annemarie B., Leiterin Pflegedienst eines Reha-Zentrums. Sie greift bei der Planung von qualifiziertem Pflegefachpersonal regelmässig auf Temporärarbeitende zurück und stellt fest: «Ohne temporäre Fachkräfte müssten wir Betten schliessen.»

Hochqualifizierte Flexworker arbeiten oft projektbezogen und bieten so dem Einsatzbetrieb für einige Monate ihr Expertenwissen an. Für das Unternehmen bedeutet der gezielte Einsatz von Flexworkern nebst der Beschaffung von Fachwissen auch Kostenoptimierung. Monika D., Leiterin HR und Mitglied der Geschäftsleitung einer Non-Profit-Organisation, greift regelmässig auf temporäre Fachkräfte zurück und erklärt: «Projektarbeiten füllen oftmals nicht ein ganzes Arbeitspensum aus. Es macht keinen Sinn, jemanden dafür fest anzustellen. Dafür sind gut ausgebildete Flexworker ideal.»

Zukunftsträchtiger Geschäftsbereich

Personaldienstleister nehmen seit längerem ein verstärktes Interesse bei Unternehmen nach hochqualifizierten Temporärarbeitenden wahr. Globalisierung, fortschreitende Digitalisierung und in jüngster Zeit die Corona-Krise beschleunigen die Nachfrage nach flexiblen Arbeitsverhältnissen auch im hochqualifizierten Segment. Seitens Mitarbeitende verändern sich die Bedürfnisse immer mehr in Richtung Flexibilität, Freiheit und Selbstbestimmung. Besonders für Hochqualifizierte ist der gezielte, selbstbestimmte Einsatz ihres Know-hows in verschiedenen Firmen mitunter befriedigender als eine Festanstellung, in der sie ihr Talent nur teilweise verwirklichen können. Das trifft insbesondere auf die nachgerückte Generation Y zu. Dem Wachstumspotenzial von hochqualifizierter Temporärarbeit verleihen diese jungen Menschen eine zusätzliche Dynamik. Sie sorgen dafür, dass sich Flexwork, gepaart mit sozialer Sicherheit, nachhaltig im Arbeitsmarkt etablieren wird.

Dienstleistungen der Personaldienstleister für hochqualifizierte Flexworker

In der Befragung von 603 hochqualifizierten Flexworkern lassen sich zwei unterschiedliche Flexwork-Typen ausmachen. Diese unterscheiden sich dahingehend, wie stark die Personaldienstleister in den Rekrutierungsprozess involviert sind:

Aktive Vermittlung als klassische Form des Personalverleihs: Flexworker werden aktiv durch den Personaldienstleister vermittelt. Sie nutzen die Temporärarbeit entweder als Brücke zur nächsten Festanstellung oder entscheiden sich, dauerhaft temporär zu arbeiten, indem sie sich durch den Personaldienstleister immer wieder neue Arbeitseinsätze vermitteln lassen.

Payrolling als neue Form des Personalverleihs: Diese Flexworker suchen sich ihre Aufträge selbst. Im Rahmen des Payrollings kann zwischen Personen unterschieden werden, die in wechselnden Aufträgen als Freelancer und Personen, die in der Regel auf Projektbasis in Grossbetrieben arbeiten. Der Personaldienstleister ist hier primär als gesetzlicher Arbeitgeber um die korrekte Abwicklung der Sozialversicherungen und Lohnzahlung besorgt.

Quelle: swissstaffing.ch/whitepaper

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