Betreuung und Pflege in Zeiten des demografischen Wandels: Warum es nicht ohne Temporärarbeit geht

Die Schweiz wird älter – und das schneller, als viele denken. Schon heute sind über 1,6 Millionen Menschen älter als 65 Jahre. In den nächsten 20 Jahren wird sich die Zahl der über 80-Jährigen verdoppeln. Gleichzeitig fehlen in der Pflege Tausende Fachkräfte. Das bringt unser Gesundheitssystem an seine Grenzen – besonders in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie bei den Spitex-Organisationen.

Temporärarbeit schafft Flexibilität

In dieser angespannten Lage spielt Temporärarbeit bereits heute eine entscheidende Rolle. Denn temporär beschäftigte Pflegefachpersonen und Betreuungskräfte füllen Lücken, die durch Krankheit, Ferien oder unbesetzte Stellen entstehen. Sie ermöglichen es Institutionen, flexibel auf kurzfristige Engpässe zu reagieren, ohne die Versorgungs- und Betreuungssicherheit zu gefährden.

Zusammenarbeit als Erfolgsschlüssel

Als grösste private Spitex-Organisation leistet Dovida einen wichtigen Beitrag zur Versorgung älterer Menschen. Einerseits als direkter Dienstleister für Seniorinnen und Senioren, andererseits als Personalverleih an institutionelle Partner im Gesundheitswesen. Dies alles entspricht unserer Philosophie des «Kreises der Fürsorge», bei dem alle Beteiligten zum Wohl der Betreuungs- und Pflegebedürftigen zusammenarbeiten. Denn die grossen Herausforderungen in unserem Bereich können nur gemeinsam bewältigt werden.

Geschultes Personal

Grossen Wert legen wir auf die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeitenden. Hierzu arbeiten wir eng mit unserer Bildungspartnerin, der spezialisierten Zuhause-leben-Akademie zusammen. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben unsere Mitarbeitenden in unserer Akademie über 10’000 Ausbildungsstunden absolviert. Die Ausbildungsprogramme reichen dabei von Grundschulungen über Demenzbetreuung und Kinästhetik, bis hin zum Lehrgang «Pflegehelfende-Home-Care»

Sinnstiftende Tätigkeit für Menschen 55+

Wir sind stolz darauf, für unsere wertvolle Arbeit im Gesundheitswesen, gerade auch Menschen mit grosser Lebenserfahrung begeistern zu können. Ein grosser Teil unserer Mitarbeitenden ist über 50 Jahre alt. Diese suchen sich oft gegen Ende ihres Berufslebens noch eine neue Tätigkeit, die erfüllend und sinnstiftend ist. So hält Temporärarbeit auch ältere Menschen im Arbeitsmarkt.

Kritik an Temporärarbeit greift zu kurz

Kritiker bemängeln, dass Temporärarbeit teurer sei und die Kontinuität in der Betreuung leide. Doch diese Sichtweise greift zu kurz. Temporärarbeit ist nicht die Ursache des Problems, sondern eine Reaktion auf strukturelle Engpässe. Ohne sie müssten viele Einrichtungen Betten schliessen oder Leistungen einschränken – mit gravierenden Folgen für die zu Betreuenden und Pflegebedürftigen.

Attraktivität des Pflegeberufs stärken

Langfristig braucht es tiefgreifende Reformen: anerkannte Ausbildungsstandards, bessere Arbeitsbedingungen, attraktivere Löhne, mehr Weiterbildungsmöglichkeiten und eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung des Pflegeberufs. Doch solche Veränderungen brauchen Zeit – Zeit, die wir aktuell nicht haben. Temporärarbeit ist daher kein Ersatz, sondern eine notwendige Ergänzung im System und ein unverzichtbarer Teil der Lösung.

Quelle: www.swissstaffing.ch

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